Frau Tas stellte den Zwischenbericht der AG „Rassismus entgegenwirken“ vor. Die AG wolle heute gerne einen Beschluss, dass man einen Referenten von Seiten der Universität zu diesem Thema einladen könne.

Frau Schwarzmüller betonte, dass es bei der Universität eine Reihe von guten Referenten zu diesem Thema gäbe. Sie halte es für einen guten Ansatz, die Universität mit ins Boot zu nehmen. Bevor man abstimme, müsse man sich aber erst einmal klarwerden, was für einen Referenten man wolle. Vielleicht wäre auch ein Workshop eine gute Sache.

Frau Tas war der Meinung, dass ein Workshop durchaus eine gute Alternative wäre. Dort könne man dann vielleicht auch das erarbeiten und diskutieren, was in die Broschüre komme. Grundsätzlich sollten nach Vorstellung der AG in die Broschüre, die Geschichten die man im Rahmen der Wochen gegen Rassismus gesammelt habe. Es sei aber grundsätzlich auch jeder herzlich eingeladen, der mitarbeiten wolle.

Herr Alhammoud erklärte, dass es aus seiner Sicht hier im Beirat nicht der richtige Ort wäre, um über Rassismus zu reden. Wenn sich ein Beiratsvorsitzender in Facebook rassistisch gegenüber Flüchtlingen äußere, sei eine Beschäftigung des Beirates mit dem Thema Rassismus nicht sinnvoll.

Der Vorsitzende erklärte, dass er sich in seinem Facebook-Account nicht als Beiratsvorsitzender geäußert habe. Dies sei seine private Seite und dortige Posts seien Privatsache.

Frau Schwarzmüller widersprach dieser Auffassung des Vorsitzenden. Wenn man ein öffentliches Amt habe, könne man sich auch privat nicht in so einem Sinne äußern, sondern müsse die Werte, die dieses Amt erfordere, auch im privaten Umfeld vertreten. Dieser Vorgang zeige ihr umso deutlicher, dass der Beirat dringend das Thema Rassismus diskutieren müsse.

Herr Alhammoud hatte kein Verständnis für die Aussagen des Vorsitzenden. Wer verlasse denn schon sein Heimatland freiwillig?

Frau Algmati hielt diese Diskussion und die gesamte Situation für schwierig. Wenn sich der Beirat gegenseitig bekämpfe, erreiche man gar nichts. Man müsse doch miteinander arbeiten und nicht gegeneinander. Letztlich zähle nur der Mensch, egal welcher Herkunft und welcher Status. Die Flüchtlinge, die hier seien, könnten nichts für ihre Situation.

Frau Trippner machte den Vorschlag, aus dieser Diskussion heraus das Thema Solidarität unter Migranten aufzugreifen. Sie halte eine Arbeit in diesem Beirat bei dieser Situation natürlich für schwierig. Aber letztlich sei es eine Beiratsentscheidung, wer Vorsitzender ist. 

Frau Schwarzmüller war der Meinung, dass sich zeige, dass Solidarität ein wichtiges Thema sei. Der Beirat und alle Mitglieder müssten sehr sensibel sei, wie man nach außen agiere. Man sitze da in einem Glashaus.

Frau Tas schlug vor, das ganze angesprochene Projekt erst mal auf Eis zu legen. Man habe ganz offenbar im Moment ein anderes Problem.

Frau Trippner unterstütze den Vorschlag von Frau Tas. Die AG werde sich zusammensetzen und für die nächste Sitzung mit einem konkreten Vorschlag kommen.